Was hat Scham mit deinem nährenden Leben zu tun?

Blog von Manuela Lamberti / 20.02.2019

 

Was hat Scham mit deinem nährenden Leben zu tun sich falsch fühlen etwas Falsches gesagt oder getan haben tief-verwurzelte Glaubenssätze unangenehme Gefühle

 

Kennst du das Gefühl Scham auch? Fühlst du es oft? Und hast du bereits versucht, es tiefer zu verstehen? Vielleicht hast du dann bereits erkannt, dass du in diesem Zustand glaubst, etwas Falsches gesagt oder getan zu haben. Irgendwie fühlst du dich dann einfach falsch. Kennst du das?

 

Ich selber kenne das gut. Und ich weiss auch, dass eines meiner tiefsten Glaubenssätze «ich bin falsch» ist. Und ich arbeite seit Jahren daran und dennoch wirkt es immer noch ein bisschen. Die tiefsten Glaubenssätze haben unvorstellbar tiefe Wurzeln und es braucht ein grosses und liebevolles «Durchhaltevermögen», um sie Schicht um Schicht aufzulösen.

 

Was ich aber erst gestern verstanden habe, ist, dass mein regelmässig erscheinendes Schamgefühl mit diesem Glaubenssatz zusammenhängt. Ich hatte nämlich die letzten Tage ein «spannendes» Erlebnis und bin dem «energetisch» auf die Spur gegangen. Und diese Erkenntnisse möchte ich in diesem Blog-Beitrag mit dir teilen. Doch dafür muss ich dir vorher ein paar Dinge erklären, wie ich sie sehe und wahrnehme...

 

Was passiert, wenn du deine Komfortzone verlässt?

Was passiert, wenn du deine Komfortzone verlässt nervös sein hinterfragen ungewohntes Neuland Ego-Reaktion Automatikprogramme Angst Verstand Überlebenstriebe

Du kennst das sicher auch, dass wenn du etwas Neues machst, dass du dann nervös wirst. Und vielleicht hinterfragst du dann alles und überlegst dir, ob das jetzt wirklich das Richtige ist. Und ob es wirklich sinnvoll und nötig ist…

 

Das ist immer so, wenn du ungewohntes Neuland betrittst. Oder eben deine Komfortzone verlässt, wo du dich auskennst. Das alles ist «normal» und dennoch ist es wertvoll, die «Mechanismen» dahinter zu verstehen. Denn dahinter steckt immer dein Ego. Denn Ego möchte dich davon abhalten, Neuland zu betreten.

 

Doch eines nach dem anderen...

 

Was ist Ego?

Ego ist gemäss meiner Wahrnehmung dein Verstand und dein Unterbewusstsein.

 

Beide sind vor langer Zeit aufgrund von «eindrücklichen Situationen» entstanden. Eindrücklich im positiven oder im negativen Sinn. War die Situation für dich damals stark negativ, dann hast du eine Art von Automatikprogramme entwickelt, die dich in Zukunft davor schützen sollen, ähnliche Situationen nochmals zu erleben. War die Situation für dich positiv, dann haben diese Automatikprogramme zum Ziel, die Situation möglichst oft zu wiederholen.

 

Doch egal ob positiv oder negativ, die Basis solcher Automatikprogramme ist immer Angst. Die Angst, solche Situationen nochmals zu erleben. Oder die Angst, solche Situationen nicht mehr zu erleben. Das ist jetzt alles sehr, sehr einfach erklärt. Doch das wird hoffentlich für den Moment ausreichen...

 

Und wieso möchte Ego verhindern, dass du Neuland betrittst?

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Ego ist nicht böse an sich und möchte nicht verhindern, dass du Spass hast im Leben :-)

 

Aber Ego basiert auf Angst und möchte verhindern, dass dir etwas Schlimmes geschieht. Und wenn du im Altbekanntem bleibst, ist die Chance scheinbar am Grössten, dass dir nichts passiert.

 

Es ist sehr wichtig, das zu verstehen. Es ist aber fast noch wichtiger zu verstehen, dass du regelmässig deine Komfortzone verlassen MUSST, um dich weiterzuentwickeln. Doch macht es natürlich Sinn, das in deinem Tempo zu machen. Dies, um deinen Verstand und dein Unterbewusstsein – und somit dein Ego – abzuholen und nicht zu überfordern.

 

Wenn du diese Zusammenhänge verstehst, dann fällt es dir vielleicht leichter, diesen nervösen und kribbeligen Zustand auszuhalten, wenn du etwas Neues wagst. Und dann eben den Schritt aus deiner Komfortzone auch zu machen. Vielleicht machst du das bereits regelmässig und lässt dich nicht von diesem mulmigen Gefühl davon abhalten?

 

Und wie geht es dir, nachdem du deine Komfortzone erfolgreich verlassen hast?

Ich verlasse meine Komfortzone regelmässig. Denn ich kenne das mulmige Gefühl davor und lasse mich nicht davon beirren. Und wenn ich meine Komfortzone verlassen habe, dann fühlt es sich in der Regel erstaunlich gut an.

 

Das ist mir gerade letzte Woche wieder passiert. Ich habe an einem BarCamp teilgenommen. Das war sogar mein allererstes BarCamp, und die meisten Frauen dort kannte ich nicht. Dennoch war für mich klar, dass ich einen eigenen Workshop anbiete. Dabei habe ich mich so gezeigt, wie ich bin. Medial und tief-spirituell bin ich in meinem Workshop aufs Ganze gegangen :-)

 

Dabei habe ich mich bei der Vorstellung und Durchführung meines Workshops gut gefühlt. Und obwohl das Thema des BarCamps «Business» war, war das Interesse für mein Thema verblüffend gross. Und die Resonanz nach meinem Workshop war sehr nährend und bestätigend für mich. Generell habe ich den ganzen BarCamp, den Austausch mit den anderen Frauen, meinen Workshop und andere Workshops genossen und war so richtig wohlig drauf.

 

Und was kam dann?

Sichtbarkeit geniessen Schamgefühl alles Positive der Sichtbarkeit verdrängt Fehlersuche Mangeldenken Klein-Halten alles hinterfragen heftige Gefühle

Und dann fing es während der Rückfahrt im Zug an: Scham war plötzlich da. In seiner ganzen Bandbreite und Tiefe. Sie hat sich von hinten angeschlichen und hat alles Positive vom BarCamp verdrängt und sich nach und nach in mir breit gemacht.

 

Und dann folgten die Mangel-Gedanken. Ich stellte plötzlich fest, dass ich den ganzen Aufenthalt während des BarCamps analysierte und die «Stellen» suchte, wo ich «falsch» war. Scheinbar etwas Falsches gesagt oder getan hatte etc.

 

Kennst du das auch? Ich habe das nun bereits mein Leben lang so erfahren. Doch bisher habe ich es nie in der Tiefe hinterfragt, weil das Gefühl Scham sehr heftig ist.

 

Was macht die Scham mit dir?

Doch dieses Mal habe ich die Scham tiefer angeschaut. Dabei habe ich festgestellt, dass es energetisch fast ähnlich lähmend ist, wie die Angst.

 

Scham ist ein vollkommen einnehmendes Gefühl, das absolut nach Rückzug schreit. Nach Sich-Verstecken-Zu-Müssen, weil man scheinbar so peinlich ist. Und weil man scheinbar so unglaublich daneben ist. Kennst du das auch?

 

Da mir das gestern in einer grossen Klarheit bewusst wurde, wollte ich verstehen, wieso mich die Scham versteckt haben möchte. Und dies gerade jetzt, wo ich mich online bewusst sichtbar mache mit meinem Business.

 

Wieso möchte dich die Scham versteckt haben?

Und so habe ich ein Gespräch mit der Scham begonnen. Ich habe mich mit ihr verbunden und sie gebeten, mir mitzuteilen, was sie mir zu sagen hat. Und was dann kam, war zutiefst klärend und «schockierend» zugleich.

 

Um dir das zu erklären muss ich nochmals etwas ausholen… Ich befasse mich im Moment stark mit meinen vergangenen Leben. Denn ich möchte verstehen, was aus meinen vergangenen Leben mich aktuell in meiner Weiterentwicklung blockiert. Und so war ich bereits mehrmals (geistig) in verschiedenen vergangenen Leben drin…

 

Rückzug lähmend verstecken wollen peinlich sein Gespräch mit Emotion karmisch vergangene Leben Schutz vor Missbrauch Angst vor Gewalt in der Welt Verformungen und Erkrankungen der Knochen Angst-Prgramm Schutz-Mechanismus

Und die Scham hat mir dann gestern Abend nochmals eines dieser vergangenen Leben «gezeigt». Es war mein letztes Leben vor dem aktuellen. Ich wurde damals auf brutale Art und Weise behandelt und dann getötet. Und der Schrecken dieser heftigen Gewalt und Missbrauch sitzt mir noch heute im wahrsten Sinne des Wortes in den Knochen und in jeder Zelle.

 

Ich habe in dem Moment verstanden, wieso ich seit meiner Kindheit regelrecht terrorisiert war von der Gewalt in der Welt. Und ich habe auch verstanden, wieso ich so viele Verformungen und Erkrankungen in meinen Knochen habe. Es war plötzlich alles klar.

 

Und die Scham hat mir dann zusätzlich «gesagt», dass sie verhindern will, dass mir so etwas nochmals passiert. Und die einzige Möglichkeit, die sie hat, ist, mich in den Rückzug gehen zu lassen. Deshalb hat sie regelmässig in mir den Wunsch aufkommen lassen, mich zu verstecken.

 

Und dann ist es mir natürlich wie Schuppen von den Augen gefallen, dass ich mich jetzt durch meine bewusste Sichtbarmachung sehr stark hinauswage. Dadurch «musste» die Scham sich immer stärker zeigen, um mich scheinbar zu schützen. Aus dem Verständnis von Ego macht das so Sinn.

 

Das heisst aber nicht, dass das absolut Sinn macht... Denn ich bin jetzt in Sicherheit und das, was mir damals passiert ist, wird sich nicht wiederholen. Ich weiss das jetzt und dennoch ist dieses Angst-Programm in mir.

 

Ich weiss jetzt, dass ich mit jedem Schritt in die Sichtbarkeit mit Scham rechnen muss. Bis sie sich nach und nach lösen kann. Weil ich bewusste Heilarbeit mit ihr mache. Und weil ich mehr und mehr ins Vertrauen gehe und mit jeder Faser meines Seins spüre, dass ich in Sicherheit bin.

 

Und was hat nun die Scham mit deinem nährenden Leben zu tun?

Überlebens-Schutzprogramm auf vergangenen Erfahrungen basierend Fehlprogramm blockierenden Gefühle und Glaubenssätze heilen Heilung Liebe Geduld Achtsamkeit

Bei mir ist das Gefühl Scham und der Glaubenssatz «ich bin falsch» das Schutzprogramm meines Egos, um mich vor Gewalt zu schützen. Du hast vielleicht die gleichen Themen. Vielleicht hast du aber auch ganz andere Gefühle und Glaubenssätze.

 

Mir ist es einfach wichtig, dass du verstehst, dass das Überlebens-Schutzprogramme sind. Die aber nicht auf der aktuellen Situation, sondern auf vergangenen Erfahrungen basieren. Es gibt also nichts Böses in dir, das du bekämpfen muss.

 

Dennoch hast du «Fehlprogramme» in dir, die dir das Leben schwer machen und die dich in deiner Weiterentwicklung blockieren können. Scham und andere blockierende Gefühle und Glaubenssätze verhindern somit, dass du dir dein nährendes Leben erschaffen kannst. Und deshalb ist es wunderbar, wenn diese blockierenden Gefühle und Glaubenssätze geheilt werden.

 

Um die tiefsten Wurzeln in sich selber zu erkennen und zu heilen, braucht es sehr viel Liebe, Geduld und Achtsamkeit. Vielleicht hast du das, dann wünsche ich dir die Kraft, dranzubleiben. Denn Heilung ist so befreiend und nährend.

 

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Hat dir dieser Blog-Beitrag gefallen? Was nimmst du für dich mit? Ich freue mich, wenn du mir das im unten stehenden Gästebuch mitteilst! Deine Inputs sind für mich als nährende Rückmeldung willkommen. Und sie sind für mich unendlich wertvoll, um zu verstehen, wie ich dich noch besser zu deinem nährenden Leben inspirieren kann :-) (Bitte beachte, dass ich leider auf meiner Homepage keine Gästebuch-Kommentare beantworten kann.)

 

Von Herzen

Manuela

 


Kommentare: 1
  • #1

    Heike Kaster (Dienstag, 26 Februar 2019 19:44)

    Liebe Manuela, ein toller Artikel. Ich finde die Hintergründe, die du ansprichst sehr wertvoll, um den Zusammenhang zu verstehen. Ja, wir haben früher vieles getan, einfach um zu überleben. Es ist wichtig zu erkennen, dass wir in diesem Leben geschützt sind. Früher wurden dir vielleicht die Hände abgehackt, wenn du gestohlen hast. Heute hat es auch noch Konsequenzen, jedoch nicht mehr in dem Ausmaß. Wie du schreibst: wenn du die "Fehlprogramme" erkennst und heilst, bist du deinem nährenden Leben ein großen Schritt näher.