5 Alternativen zu Schäfchen-Zählen

Blog von Manuela Lamberti / 31.10.2018

 

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Geschieht es dir auch immer mal wieder oder sogar regelmässig, dass du ins Bett gehst und dann lange wachliegst? Vielleicht bist du sogar richtig müde, aber der Schlaf lässt dennoch auf sich warten? Oder wachst du nachts auf und kannst dann (lange) nicht mehr einschlafen?

 

Was machst du dann?

 

Wie gehst du mit den Wachliege-Phasen um?

Du kannst beim Wachliegen natürlich anfangen Schafe zu zählen und hoffen, dass du dann einschläfst…

 

Doch erfahrungsgemäss ist es so, dass ein Grossteil der Schlafstörungen auf Stress zurückzuführen ist. Und Stress entsteht im Kopf (das stimmt nicht ganz hundertprozentig – aber irgendwie schon…). Und wenn du Schäfchen zählst, dann bist du auch „im Kopf“. Dass ist jedoch im Falle von Stress nicht wirklich das Beste.

 

Was also tun, wenn du nachts wachliegst?

 

Ich biete dir in diesem Blog fünf Schritte als Alternative zu Schäfchen zählen an.

 

1. Schritt: Fördere deine Schlafhygiene

Auf diesen Punkt bin ich in vielen meiner letzten Blog-Artikeln eingegangen. Da dies aber SOOO immens wichtig ist, möchte ich dich heute dazu einladen, die letzten Artikeln der Blog-Serie "Schlafen" nochmals durchzulesen.

 

Und dann – falls du das nicht bereits machst - definiere für dich stimmige Abendrituale, welche du wirklich täglich ausübst, um vor dem Schlafengehen, bewusst runterzufahren. Vom Kopf in den Körper.

 

2. Schritt: Setze deine Priorität und entscheide dich bewusst für Erholung

Wenn du schlafen gehst, dann ist es natürlich dein Ziel, dich zu erholen.

 

Wenn du dann wachliegst, kann gut das Gefühl hochkommen, dass du dich nicht ausreichend erholen kannst, obwohl du das dringend nötig hättest. Und das ist auch wahr. Denn dein Körper und deine Psyche regenerieren nachts durch Reparatur-, Ausmist- und Neusortierungsarbeiten. Doch für diese Arbeiten ist vor allem eine tiefe Entspannung von Körper und Geist notwendig.

 

Wenn du dich stresst, weil du wach liegst, dann sendest du deinem Körper-Psyche-System die Botschaft, dass „Krieg“ ist. Und so bereitet sich dein ganzes System auf Kampf oder Flucht vor. Doch weil du dann weder kämpfst noch flüchtest, bleibt dein System im „Kriegszustand“ stecken. Und in diesem Zustand können keine Reparatur-, Ausmist- und Neusortierungsarbeiten stattfinden.

 

Deshalb ist es immens wichtig, dass du während der Wachliegezeiten raus aus dem Kopf gehst. Um jeden Preis. Auch wenn du noch so das Gefühl hast, dass du deine Gedanken zu Ende denken musst. Oder deinen Plan zu Ende schmieden musst. Oder deine Sorgen zum X-ten Mal durchkauen musst, in der Hoffnung, dass sie sich dann von selbst auflösen. Das wird nicht geschehen.

 

Du musst dich bewusst entscheiden, das Denken aufgeben zu wollen. Weil deine Erholung in dem Moment wichtiger ist. Setze deine Priorität bewusst. Und entscheide dich bewusst für die Erholung. Doch soll das natürlich kein Kampf sein. Denn Kampf ist wieder Stress.

 

Wenn du Übung darin bekommst, dich bewusst für Erholung zu entscheiden, dann kannst du auch gerne einen Schritt weiter gehen. Entscheide dich dann bewusst dafür, (wieder) einschlafen zu dürfen. Gib deinem Körper-Psyche-System die Erlaubnis, wieder einzuschlafen. Rede mit deinem System und sage ihm, dass du dir jetzt wünschst, (wieder) einzuschlafen. Tue das liebevoll und dann richte dich danach aus.

 

3. Schritt: Gehe vom Kopf in den Körper

Nachdem du dich beim Wachliegen bewusst für Erholung (bzw. fürs Einschlafen) entschieden hast, kannst du dich gezielt unterstützen vom Kopf in deinen Körper zu gehen. Dafür gibt es diverse Methoden. Doch die hilfreichsten, welche du ohne Vorkenntnisse ausüben kannst, kann man unter Meditation“ und „bewusste Atmung“ zusammenfassen.

 

Meditation bedeutet in erster Linie, sich bewusst auf ein Objekt zu fokussieren. Du kannst dich z.B. während des Wachliegens auf deinen Körper fokussieren und dabei mit deiner Achtsamkeit deine ganze Körperoberfläche entlang fahren. Langsam, bewusst und liebevoll. Oder du fokussierst dich auf deine natürlich fliessende Atmung und nimmst z.B. wahr, wie sich deine Bauchdecke hebt und senkt beim Ein- und Ausatmen.

 

Bei der bewussten Atmung atmest du ganz bewusst, langsam und vollständig ein. Dann hältst du kurz inne und atmest danach wieder bewusst, langsam und vollständig aus. Dann machst du wieder eine kurze Pause. Und startest anschliessend einen neuen Atemzyklus auf die gleiche Art und Weise. Das ist eine Turboentspannungsmethode und deshalb sehr wertvoll.

 

Wie bei jeder andere Methode auch, ist es am einfachsten, diese Empfehlungen umzusetzen, wenn du bereits Übung damit hast. Wenn du sie beim Wachliegen „einüben“ möchtest, kann es sein, dass sie nicht sofort ihre Wirkung zeigen und du dann glaubst, dass sie nichts bringen. Und dann lässt du alles sein und gehst wieder in den Kopf und wälzt deine Gedanken…

 

Deshalb ist es hilfreich, wenn du diese Methoden bereits in deinen Alltag integrierst. Einfach immer wenn du gerade Entspannung brauchst und so lange, wie es für dich möglich und stimmig ist. Dann kannst du sie beim Wachliegen mit Leichtigkeit einsetzen und wirst spüren, wie du dich entspannst. Dann kann auch eine Nacht mit wenig Schlaf erholsamer werden.

 

4. Schritt: Auf den Wecker schauen oder nicht?

Wie verhältst du dich, wenn du wachliegst? Schaust du ständig auf die Uhr und stresst dich, dass die Zeit vorbeirast und du immer noch nicht schläfst? Oder zwingst du dich bewusst nicht auf die Uhr zu schauen und glaubst, dass der Wecker eh bald läuten wird und es sich deshalb gar nicht mehr lohnt, wieder einzuschlafen? Beobachte dich und lerne dich und deine Gedankenmuster kennen und handle entsprechend.

 

Wenn du dich stresst, dass die Zeit davonfliegt während du wachliegst, dann gewöhne es dir möglichst ab, regelmässig auf die Uhr zu schauen. Entscheide dich bewusst dafür, es nicht mehr zu tun. Und du wirst merken, dass der Drang es tun zu wollen, mehr und mehr nachlassen wird.

 

Bist du hingegen jemand, die sich regelmässig (un)bewusst wachhält, weil du denkst, es lohnt sich nicht mehr, wieder einzuschlafen, weil es vermutlich schon kurz vor dem Weckerläuten ist? Dann schaue ehrlich, ob das stimmt.

 

Wenn du dich so gut "programmieren" kannst, dass du wirklich immer kurz vor dem Weckerläuten aufwachst, dann ist das wunderbar. Dann lasse alles so wie es ist und schaue wirklich nicht auf die Uhr, sondern geniesse das Erwachen ohne Weckergetöse.

 

Doch wenn du immer stundenlang wachliegst, dann lohnt es sich in diesem Fall auf die Uhr zu schauen und dir dann die bewusste Erlaubnis zu geben, nochmals einschlafen zu dürfen.

 

5. Schritt: Heilung der Ursache deiner Schlafstörungen

Die unter den Punkten 2-4 erwähnten Strategien sind hilfreich als Übergangslösung, um das Beste aus dem nächtlichen Wachliegen herauszuholen. Ja. Aber eine endgültige Lösung sind sie nicht.

 

Denn Schlaf ist fundamental für eine gute Gesundheit von Körper und Psyche. Und erst recht für die Genesung. Wenn du somit schon vieles versucht hast und immer noch unter Schlafstörungen leidest, dann hole dir Unterstützung. Die Unterstützung, die sich für dich stimmig anfühlt.

 

Gemäss meiner Wahrnehmung ist es so, dass ALLE unsere Ungleichgewichte seelische Wurzeln haben. Und ein Gleichgewicht kann sich nur nachhaltig einstellen, wenn diese Seelen-Wurzeln heilen dürfen.

 

Wenn du nun Schlafstörungen einfach mit „Chemie“ „zurechtbiegst“, dann findet keine Heilung statt. Erfahrungsgemäss verschiebt sich einfach das Ungleichgewicht auf ein anderes „Thema“, um weiterhin auf die Seelen-Wurzel aufmerksam zu machen.

 

Somit ist es natürlich das hilfreichste, wenn du deine Schlafstörungen durch bewusste Heilung der Seelen-Wurzeln wieder ins Lot bringst. Im Rahmen meines Online-Coaching-Programms "lebe DEIN nährendes Leben!" biete ich dir die kraftvolle Kombination der Bearbeitung deiner Ungleichgewichte auf Seelen- UND Körper-Ebene an! Ich freue mich, dich in deinen nährenden Schlaf zu begleiten!

 

Hat dir dieser Blog-Beitrag gefallen? Was nimmst du für dich mit? Ich freue mich, wenn du mir das im unten stehenden Gästebuch mitteilst! Deine Inputs sind für mich als nährende Rückmeldung willkommen. Und sie sind für mich unendlich wertvoll, um zu verstehen, wie ich dich noch besser zu deinem nährenden Leben inspirieren kann :-) (Bitte beachte, dass ich leider auf meiner Homepage keine Gästebuch-Kommentare beantworten kann.)

 

Von Herzen

Manuela

 


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